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Überlandwerk Rhön

Netzbetrieb im Dreiländereck

EEG/KWKG

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine zentrale Säule der Energiewende. In diesem Zusammenhang wurde ein erfolgreiches Instrument zur Förderung des Stroms aus erneuerbaren Energien konzipiert: das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), welches erstmals im Jahr 2000 in Kraft getreten ist und seither stetig weiterentwickelt wurde (EEG 2004, EEG 2009, EEG 2012, PV-Novelle, EEG 2014, EEG 2017, EEG 2021).

Im EEG 2021 ist das Ziel verankert, dass der gesamte Strom in Deutschland ab dem Jahr 2050 treibhausgasneutral ist. Dies gilt sowohl für den im Land erzeugten Strom als auch für Importe. Allerdings wird nicht verankert, dass der Strom zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien stammen muss. Bis 2030 gilt das Zwischenziel, 65 Prozent des Strombedarfs aus Erneuerbaren Energien zu decken. Der Ausbau der erneuerbaren Energien erfolgt insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes zur Entwicklung einer nachhaltigen Energieversorgung. Daneben sollen die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung verringert, die fossilen Energieressourcen geschont und die Technologieentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien vorangetrieben werden.

Zudem garantiert das EEG dem Erzeuger eine feste Einspeisevergütung. Die Vergütung erfolgt durch den Netzbetreiber, der gesetzlich dazu verpflichtet ist, den erzeugten Strom abzukaufen. Als ausgleichendes Instrument dient dabei die EEG-Umlage.

Nach dem EEG wird die Erzeugung von Strom aus den folgenden Energiearten gefördert:

Solarer Strahlungsenergie (Photovoltaik)
Wasserkraft
Deponiegas, Klärgas und Grubengas
Biomasse
Geothermie
Windenergie (Offshore und Onshore)
Die Vergütung ist abhängig von der Art des Primärenergieträgers, der Leistung der Anlage und dem Jahr der Inbetriebnahme.

Ab 100 kW Leistung besteht die Pflicht zur Direktvermarktung. Hierzu benötigt der Anlagenbetreiber einen Stromhändler der den Strom direkt aufnimmt und vergütet. Vom Netzbetreiber erfolgt die Auszahlung der sogenannten Marktprämienzahlung.

Neue EEG-Anlagen werden nur dann gefördert, wenn sie im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur (BNetzA) registriert sind. Dies muss spätestens 4 Wochen nach der Inbetriebnahme erfolgen.

 

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) 

Grundlage der Förderung von KWK-Anlagen ist seit dem Jahr 2002 insbesondere das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG). Es regelt eine umlagefinanzierte Förderung für die gemeinsame und besonders effiziente Erzeugung von Strom und Wärme. Nach dem KWKG erhalten Betreiber geförderter KWK-Anlagen zeitlich befristete Zuschlagszahlungen.

Einspeiser nach dem KWKG werden unterschieden nach den Energieträgern:

Steinkohle
Braunkohle
Abfall
Biomasse
Gasförmige und flüssige Brennstoffe


Einspeiseanlagen nach dem KWK-Gesetz sind:

Dampfturbinen-Anlagen
Gasturbinen-Anlagen
Verbrennungsmotoren-Anlagen
Stirling-Motoren
Dampfmotoren-Anlagen
Organic Rankine Cycle-Anlagen
Brennstoffzellen-Anlagen

Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) produzieren gleichzeitig Strom und Wärme. Die Förderung, auch KWK-Zuschlag genannt, erfolgt durch den Netzbetreiber, an dessen Netz die Anlage angeschlossen ist. Voraussetzung ist die Zulassung der KWK-Anlage durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese Anlage unterliegen auch der Registrierungspflicht im Marktstammdatenregister (MaStR).