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Überlandwerk Rhön

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Ausstellungseröffnung

Wenn ein Unternehmen sein 100-jähriges Jubiläum feiert, erscheint meist eine Chronik. Die Überlandwerk Rhön GmbH würdigt ihren runden Geburtstag mit einer großen Sonderausstellung im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Corona-bedingt erfolgte die Eröffnung nun Mitte Mai. Dafür ist die Schau bis 2021 verlängert und für den Eintritt gelten ermäßigte Eintrittspreise.

Mit Corona-bedingter Verzögerung konnte die Sonderausstellung „100 Jahre Überlandwerk Rhön“ im Fränkischen Freilandmuseum eröffnet werden. Als Trostpflaster läuft die Schau bis 2021 und die Ein-trittspreise wurden gesenkt. Über den Meilenstein in der Geschichte des Energieversorgers freuen sich (von links) Museumsleiterin Ariane Weidlich, Landrat Thomas Habermann und ÜWR-Geschäftsführer Helmut Grosser. Foto: Tonya Schulz

Unter dem Motto „Strom für die Rhön“ erfahren Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Gäste der Region anschaulich, wie der Strom in die Rhön kam und welch enormen Entwicklungsschub dies gebracht hat. Die Schau erstreckt sich weitläufig über den Innen- und Außenbereich des Museums und lädt mit allen Sinnen zum Entdecken spannender Strom-Geschichten ein. Zu sehen ist die Ausstellung bis 08. November 2020 sowie in der Saison 2021. Der Eintrittspreis wurde vom Museum gesenkt.

„Fladungen ist die Wiege der Überlandwerk Rhön. Hier wurde im Jahr 1920 der Grundstein für den heimischen Energieversorger gelegt.“, führte Thomas Habermann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, Aufsichtsratsvorsitzender der Überlandwerk Rhön GmbH und Vorsitzender des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, bei der Eröffnung der Ausstellung aus. Zudem liege Fladungen mitten im Versorgungsgebiet der Überlandwerk Rhön GmbH, das sich über Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt.

Wer die Ausstellung zum hundertjährigen Bestehen des heimischen Energieversorgers besucht, erlebt Geschichte in vielen Facetten: den 2. Weltkrieg, die technische Revolution, sowie die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen dieser Zeit. „Man erkennt, dass Strom ein Schlüssel für den Eintritt in die Neuzeit ist.“, betonte Landrat Thomas Habermann in seiner Eröffnungsrede.

Keiner wollte die damals arme Region mit Strom versorgen, weil man hier keine Zukunft sah. Noch heute zollt Habermann seinen Kollegen von damals Mut und Respekt für ihre Weitsicht, die Stromversorgung mit Gründung der Überlandwerk Rhön selbst zu organisieren. Die Elektrifizierung der Rhön beschleunigte die wirtschaftliche Entwicklung und bildete so die Basis für den Wohlstand.

Besonderheit bis heute ist die länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen den bayerischen, hessischen und thüringischen Kolleginnen und Kollegen. Noch heute ist die Überlandwerk Rhön Marktführer im umkämpften Strommarkt. Der Grund für den Erfolg sei die Kundennähe und eben kein Gewinnstreben, sondern die Motivation, ein leistungsstarker Energieversorger für die Region zu sein.

Blick in die Ausstellung mit großformatigen Informationstafeln, vielen Bildern und auch Exponaten zum Anfassen und erleben. Foto: Tonya Schulz

Helmut Grosser, Geschäftsführer der Überlandwerk Rhön, unterstrich bei der Eröffnung ebenfalls den Pioniergeist seiner Vorfahren. Schon vor 100 Jahren habe man mutig eine innovative Technologie eingesetzt, die bis heute Bestand hat. Der Manager schaut zuversichtlich in die Zukunft, denn das Unternehmen verfügt über eine hohe Gesamtkompetenz für alle Bereiche. Für qualifizierte Fachkräfte sorgt die ÜWR durch ihre engagierte Ausbildung selbst.

Grossers besonderer Dank ging an seinen Prokuristen Joachim Schärtl, der die Idee zur Ausstellung hatte. Ebenso an die Museumsleitung des Fränkischen Freilandmuseums und das Kompetenzteam, das die Ausstellung über ein Jahr geplant und aufgebaut hat. Weiterhin dankte er seinem Team und hier insbesondere Ausbildungsmeister Peter Omert, der mit den Auszubildenden mehrere Modellbauten für die Ausstellung verwirklicht hat.

Museumsleiterin Ariane Weidlich verwies insbesondere auf die Kuratorin der Ausstellung, die hochqualifizierte Anita Kuisle, Büro für Technikgeschichte München. Die Sonderschau bildet die hundertjährige Geschichte der Überlandwerk Rhön mit hohem Praxisbezug ab. Viele Exponate wie z. B. Haushaltsgeräte aus früheren Zeiten, veranschaulichen, wie wichtig der Strom bis heute ist. „Wichtig war uns, die Menschen in den Vordergrund zu stellen. Auf Fotos und in Filmen erzählt die Schau Geschichten von Menschen für Menschen.“, so die Museumsleiterin.

Die Ausstellung wird durch viele Exponate, etliche davon auch zum Anfassen, Film- und Hörstationen interessant für die Besucher gestaltet. Foto: Tonya Schulz

Neben der Sonderausstellung im Obergeschoss des Museums erleben Interessenten an acht Stationen im Freigelände weitere Facetten des Stromversorgers. Zu den Hauptattraktionen zählt das Trafohäuschen samt Mast und Freileitung. So erfolgt sogar die Beleuchtung zeitgemäß wie anno dazumal.