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Überlandwerk Rhön

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Schalthausneubau in Geisa bedeutet zukunftsfähige Stromversorgung für die Stadt und das nördliche Ulstertal

(vom 12.06.2015)

Mit der Errichtung eines neuen Schalthauses in Geisa durch die Überlandwerk Rhön GmbH (ÜWR) ist eine zukunftsfähige Stromversorgung für die Stadt selbst sowie das nördliche Ulstertal gewährleistet. Die Investition von rund 700.000 EURO bedeutet mehr Versorgungssicherheit und modernste Technik.

Seit der Netzübernahme und Wiederaufnahme der Versorgung in den angestammten thüringischen Gesellschaftergemeinden im Dezember 1993 modernisiert ÜWR die errichteten Netz- und Schaltanlagen. Das vom damaligen Kombinat errichtete Schalthaus entsprach mittlerweile nicht mehr den technischen Ansprüchen. Mit dem Neubau in Geisa hat das kommunale Unternehmen Überlandwerk Rhön GmbH alle Selektivschutzstationen auf einen einheitlichen fortschrittlichen Stand gebracht.

Schaltzentralen, in denen Leistungsschalter mit Schutzrelais montiert sind, nennt man Selektivschutzstationen, die in ihrer Funktion ähnlich wie die Sicherungsautomaten im Haushalt funktionieren. Mit dem Bau des neuen Schalthauses hat die ÜWR eine gesicherte Stromversorgung für den Raum Geisa und das nördliche Ulstertal erstellt und diese zukunftsorientiert ausgerichtet.

Bei der Planung der Anlage wurde besonderes Augenmerk auf die unmittelbare Nähe zum alten Schalthaus gelegt. Dadurch konnten teure Verkabelungsmaßnahmen vermieden werden. Ebenso ist sichergestellt, dass bei einem Hochwasser der vorbeiführenden Ulster die Anlagen in Funktion bleiben. Eine Anbindung an das ÜWR-Kommunikationsnetz ist redundant gegeben, um die Schaltanlage von der zentralen Netzleitstelle der ÜWR in Mellrichstadt fernsteuern zu können. Rücksicht wurde auch auf den benachbarten Kindergarten und den Baumbestand genommen. Das Ergebnis ist ein Schaltanlagengebäude in Winkelform.

Die Gesamtbaukosten des neuen Schalthauses beliefen sich auf rund 700.000 €. Zur Ausführung kam ein Schaltanlagengebäude aus Fertigteilen, das mit einer Doppelsammelschiene mit digitalen Schutzgeräten ausgestattet ist. Die Sammelschiene hat den Vorteil, dass flexibel reagiert und Ausfallzeiten minimiert werden können. Die Schutzrelais sind in der Lage, im Fehlerfall nur die betroffene Leitung abzuschalten und die Fehlerstelle zu lokalisieren.

Damit sind die Mitarbeiter in der Netzleitstelle der ÜWR in der Lage, das Störungspersonal gezielt an die Fehlerstelle zu schicken.

Ein Ortsnetztransformator im Schalthaus dient zur Versorgung der umliegenden Kunden. Eine Batterieanlage hält die Station auch bei einem Stromausfall im arbeitsfähigen Zustand und die Fernsteuerbarkeit ist darüber weiter gegeben.

Die Inbetriebnahme wurde nun offiziell mit einer kleinen Feierstunde begangen. Dabei dankte der Geschäftsführer der ÜWR, Helmut Grosser, der Stadt Geisa, dem Landratsamt Bad Salzungen, allen beteiligten Firmen sowie Mitarbeitern für den reibungslosen und unfallfreien Bauverlauf. Auch den Nachbarn, die der Einladung des ÜWR zahlreich gefolgt waren, dankte Helmut Grosser für das entgegengebrachte Verständnis während der Bautätigkeiten. „Es freut uns immer wieder, wenn wir für die Erhaltung und Verbesserung der Infrastruktur in unseren Gesellschaftergemeinden tätig sein dürfen. Die Versorgungssicherheit in unserem Rhöner Netzgebiet ist für uns tägliche Herausforderung und Auftrag unserer Kunden wie auch Gesellschafter“, so Grosser in seiner Ansprache. Auch Bürgermeister Henkel, der zugleich Mitglied des Aufsichtsrates des ÜWR ist, lobte in seinem Grußwort die einvernehmliche und gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Geisa und dem kommunalen Unternehmen Überlandwerk Rhön GmbH.

 

Geschafft! Mit dem Schalthaus Geisa (Hintergrund) hat die Überlandwerk Rhön GmbH nun alle Selektivschutzstationen im thüringischen Versorgungsgebiet auf den neuesten Stand moderner Technik und Ausfallsicherheit gebracht. Die Einweihung feierten (von links) der 1. Beigeordnete Gerhard Möller, Bauamtsleiter Christoph Kritsch, Wolfgang Stumpf, stellv. Betriebsratsvorsitzender der Überlandwerk Rhön GmbH, Bürgermeister Martin Henkel, Manfred Kaiser, Abteilungsleiter Netzbetrieb, Geschäftsführer Helmut Grosser, Roland Göpfert, Abteilungsleiter Netzbetrieb, Andreas Hössel, Bezirksstellenleiter Thüringen sowie Prokurist Joachim Schärtl. Foto Tonya Schulz
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