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Überlandwerk Rhön

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Umweltfreundlich tanken an der Thüringer Hütte

(vom 18.09.2017)

(Pressebericht des Schullandheims Thüringer Hütte vom 06.09.2017)

Schullandheim und Jugendhaus Thüringer Hütte eröffnet die wohl ländlichste E-Tankstelle Deutschlands.

Von links: Jürgen Schäfer, Gastwirt Thüringer Hütte, Wolfgang Pfeiffer, Überlandwerk Rhön, Peter Gehring, Leiter des Schullandheim, Bürgermeister Fridolin Link und Christoph Gawronski,, Umweltbeauftragter der Diözese Würzburg. Foto Tonya Schulz

Gäste der auf 720 Metern Höhe gelegenen Thüringer Hütte in Ostheim vor der Rhön können nun auch ihre Elektroautos am beliebten Ausflugsziel aufladen. Anfang September wurde dort die wohl ländlichste Ladestation Deutschlands – unweit der Hochrhönstraße und des Dreiländerecks von Bayern, Hessen und Thüringen – in Betrieb genommen. 

Betreiber sowohl der Ladesäule als auch des Schullandheims ist die Diözese Würzburg. Der Schwerpunkt des Schullandheims, das 2012 mit dem Energiehaus erweitert wurde, ist Energie und Schöpfung. „Daher lag es nahe, hier die erste Ladesäule der Diözese Würzburg zu installieren“ so Christoph Gawronski, Umweltbeauftragter des Bistums Würzburg. „Damit fördern wir eine Entwicklung, die den Individualverkehr nachhaltig umbauen kann. Sofern es gelingt, den damit ansteigenden Energiebedarf regenerativ zu erzeugen. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschlossen, dass an der Ladesäule Ökostrom die Fahrzeuge mit Energie versorgt“.

„Als Stromversorger freuen wir uns auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem Schullandheim Thüringer Hütte“, so Wolfgang Pfeiffer vom Überlandwerk Rhön, der schon bei der Entwicklung des Bildungskonzepts zum Thema Energie mitgearbeitet hat.

Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung ist das Anliegen der drei Häuser der rhöniversum Gruppe, zu der neben der Thüringer Hütte das Schullandheim Bauerberg und die Umweltbildungsstätte Oberelsbach gehören. Gerade in der ländlichen Region des Biosphärenreservats Rhön ist es bisher schwierig, ökologisch unterwegs zu sein. „Es ist grandios, dass wir hier mit Förderung des Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration und der Diözese Würzburg auf 700 Metern Höhe ein Rastplatz für Elektro-Fahrzeuge geschaffen wurde“, so Peter Gehring, Leiter des Schullandheims Thüringer Hütte.

Die Ladesäule von chargeIT mobility ist mit zwei EU-Typ-2-Ladepunkten ausgestattet, die je eine Ladeleistung von bis zu 22 kW erbringen. Dies entspricht – bei einer Ladedauer von einer Stunde – etwa einer möglichen Fahrtstrecke von ca. 150 km. Die Kunden können bei der Zahlung zwischen der Abrechnung mit der Roaming-Plattform „intercharge“ und der Bezahlung per SMS wählen. Darüber hinaus ist die Ladestation mit unterschiedlichen Systemen vernetzt und wird so beispielsweise automatisch mit ihrem Standort in den Navigationssystemen der Fahrzeuge angezeigt.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Schullandheim und Jugendhaus Thüringer Hütte. Dieses Beispiel zeigt in einzigartiger Weise die Zukunft der Elektromobilität. E-Fahrzeuge sind nicht mehr reine Stadt-Autos, welche im Umkreis von wenigen Kilometern genutzt werden. Sie sind Klein-, Familien- und auch Sportwagen, die für jede Lebenslage und Aktivität gebraucht werden. Die Installation unserer Ladesäule an der Thüringer Hütte macht Elektromobilität erlebbar und – das, was sie vor allen Dingen sein soll – die Kunden mobil.“, so Jan Masso von chargeIT mobility.

Weitere Informationen zum Programm unter www.rhoeniversum.de oder unter Tel. 49 (9779) 85 800 81.

 

Hintergrund: Energie und Schöpfung in einzigartiger Weise kombiniert

Bereits seit den 1980er Jahren stellt das Thema „Erneuerbare Energien“ einen Bildungsschwerpunkt des Schullandheims und Jugendhauses Thüringer Hütte dar. Angesichts des Klimawandels will sich die Einrichtung - nun auch im Rahmen der Umweltbildung im Biosphärenreservat Rhön - stärker denn je als Impulsgeber für den Schutz unserer Ressourcen und einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung etablieren. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein zu schärfen und zu einem nachhaltigen Lebensstil zu motivieren. Wie man verantwortungsvoll Energie und Ressourcen spart und so die Natur schont, kann anschaulich und einprägsam im Energiehaus, Erdhaus, Blockhaus und im Abwasserhaus „Glasklar“ erfahren und erlernt werden. Die neuen Einrichtungen werden von Pädagogen mit ihren Kinder- und Jugendgruppen ebenso genutzt wie von Architekten, Bauherren und allen, die sich für umweltgerechtes Bauen und Wohnen einsetzen.

 

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