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Überlandwerk Rhön

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Konzessionsverträge mit Streutal- und Ulstertal-Gemeinden unterzeichnet

(vom 20.03.2018)

In der Hauptverwaltung des Überlandwerks (ÜWR) in Mellrichstadt wurden die neuen Konzessionsverträge mit den Gemeinden der Streutal-Allianz und des Ulstertals für die nächsten 20 Jahre unterzeichnet. Die Bürgermeister der Streutal-Allianz (VG Mellrichstadt mit der Stadt Mellrichstadt und den Gemeinden Oberstreu, Stockheim und Hendungen sowie Bastheim, Fladungen, Hausen und Nordheim) und der Ulstertalgemeinden Ehrenberg, Hilders und Tann trafen sich dazu im Hause der ÜWR. Die Stadt Ostheim sowie die Gemeinden Sondheim/Rhön und Willmars hatten die Verträge bereits unterzeichnet. Die Gemeinden sehen im ÜWR auch weiter einen verlässlichen Partner und möchten als Gesellschafter des Unternehmens damit die Zukunft sichern.

Geschäftsführer Helmut Grosser (vorne li.) und Prokurist Joachim Schärtl (vorne re.) zusammen mit Bürgermeister Streit (vorne Mi.) und den weiteren Bürgermeistern (hinten v.li.) Fischer (Nordheim), Link (Stockheim), Heuser-Panten (Fladungen), Link (Hausen), Seufert (Bastheim) Liebst (Oberstreu) und Liening-Ewert (Hendungen).

Stetige Investitionen sorgen für sichere Versorgung

Die Streutal-Allianz- und Ulstertal-Gemeinden gehören zu den derzeit 57 kommunalen Gesellschaftern der ÜWR. Eine Vielzahl von Gesellschaftern hat bereits über ihre Gemeindegremien dem neuen Konzessionsvertrag zugestimmt, denn in allen Rhöngemeinden mit ÜWR-Stromnetz müssen bis Ende des Jahres neue Verträge geschlossen werden.

Die Bürgermeister freuen sich, dass sie mit der ÜWR auch für die kommenden 20 Jahre die Zusammenarbeit mit dem langbekannten verlässlichen Partner fortsetzen können. Stetige Investitionen der ÜWR haben ein modernes Stromnetz ermöglicht, das keinen Vergleich scheuen muss. Davon zeugen u.a. auch die im bundesweiten Vergleich sehr kurzen Ausfallzeiten in der Kundenversorgung.

Stromversorgung seit fast 100 Jahren

Das ÜWR betreibt im Dreiländereck der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön seit fast 100 Jahren das elektrische Stromversorgungsnetz. Das Unternehmen wurde 1920 gegründet, als keines der umliegenden größeren Stromversorgungsunternehmen die karge Rhön versorgen wollte. Zu groß war das Unbehagen, in die dünn besiedelte und wirtschaftlich schwache Region zu investieren. Die Erzielung von Gewinnen schien aussichtslos.

So schlossen sich über die Landesgrenzen hinweg Gemeinden zusammen, um ihre Bürger nicht von der zunehmenden Elektrifizierung auszuschließen. Mit Weitblick schufen sie das, auch heute noch, zu hundert Prozent kommunale Unternehmen. Letztlich ein Unternehmen der Bürger der Rhön, das nie auf eine Gewinnmaximierung, sondern auf die sichere Versorgung ihrer Bürger ausgerichtet war. Und in der Form eines Kommunalunternehmens über drei Landesgrenzen hinweg ist das ÜWR einmalig in Deutschland. Auch die politisch bedingte Teilung des Unternehmens wurde überstanden und seit 1993 kann das Unternehmen wieder fast komplett die Fläche von vor der Teilung versorgen.

hinten v.li.: Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Thomas Habermann, Prokurist Joachim Schärtl, Geschäftsführer Helmut Grosser, stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Bernd Woide, vorne v.l.: Ulstertal-Bürgermeister Thomas Schreiner, Hubert Blum, Mario Dänner.

Konzessionsverträge bundesweit ausgeschrieben

Grundlage für die Vergabe von Konzessionen zum Betrieb eines Stromnetzes in einem Gemeindegebiet ist das Energiewirtschaftsgesetz. Darin ist u.a. festgelegt, dass die Ausschreibung auslaufender Konzessionsverträge mit zweijährigem Vorlauf im Bundeanzeiger anzuzeigen ist. Damit soll Interessenten die Möglichkeit gegeben werden, sich um die Konzessionen zu bewerben. Auch die Streutal-Gemeinden haben ausgeschrieben, denn die derzeit mit dem ÜWR bestehenden Verträge laufen Ende 2018 aus. Aus dem Ausschreibungsverfahren ging das ÜWR als alleiniger Bewerber hervor, weitere Interessenten gab es nicht. An der Situation von vor hundert Jahren hat sich scheinbar nichts geändert: auch heute ist das Rhöner Stromnetz nur mit vergleichsweise hohem Aufwand zu erstellen und zu unterhalten.

Die Bürgermeister dankten besonders der Koordinierungsstelle „Stromkonzessionen Rhön“ am Landratsamt Rhön-Grabfeld. Von hier aus wurden für alle Gesellschaftergemeinden des Überlandwerks die Ausschreibungen koordiniert. Mit einem Beirat aus Vertretern der Rhöngemeinden aus den drei Bundesländern wurden die Verträge erarbeitet, denn dieses Prozedere für jede einzelne Gemeinde separat durchzuführen, wurde von allen Beteiligten für unwirtschaftlich und auch für kaum durchführbar gehalten.

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