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Überlandwerk Rhön

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Dienstjubiläum - Geschäftsführer Helmut Grosser seit 25 Jahren im Unternehmen

(vom 05.04.2018)

Der Geschäftsführer des Überlandwerks (ÜWR), Dipl.-Ing. Helmut Grosser, konnte am 1. April sein 25jähriges Dienstjubiläum, davon bereits über 16 Jahre als Geschäftsführer, feiern. Aufsichtsrat, Gesellschafter und Mitarbeiter beglückwünschten ihn im Rahmen einer kleinen Feierstunde. Einige Veränderungen des Berufslebens prägten den über die Grenzen des Versorgungsgebietes hinaus bekannten Mann, der tagein und tagaus mit großer Freude „ÜWR lebt“.

 

Als „Glücksfall“ für die Überlandwerk Rhön GmbH bezeichnete der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Habermann Geschäftsführer Helmut Grosser (Bildmitte mit Ehefrau Helga) anlässlich seines 25-jährigen Betriebsjubiläums. Dieser Meinung sind nicht nur der Politiker, sondern auch die Partner und Mitarbeiter des fast 100-jährigen Unternehmens. Von links: Wolfgang Stumpf (Betriebsratsvorsitzender), Manfred Kaiser (Technischer Leiter), Thomas Habermann (Landrat Rhön-Grabfeld), Joachim Schärtl (Prokurist) und Thomas Merker (Geschäftsführer Bayerische Rhöngas). Foto: Tonya Schulz

Am 1. April 1993 wechselte Helmut Grosser aus leitender Funktion in der hessischen Kaliindustrie als neuer Technischer Leiter zum kommunalen Stromversorger in die Rhön. Den naturliebenden Grosser reizte von Beginn an, dass die ÜWR nicht nur als „klassischer Stromversorger“ sowohl im Netzbetrieb wie auch in der Strombelieferung in einer landschaftlich reizvollen Umgebung im Dreiländereck der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön gut aufgestellt war, sondern dass das Unternehmen von jeher im Wettbewerb stand und sich bis heute am umkämpften (Strom-)Markt gut behaupten kann. Mit seiner Elektroinstallationsabteilung und dem Elektrofachhandel ist das Unternehmen nicht erst seit der Liberalisierung des Strommarktes, sondern bereits seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1920 seinen Kunden verpflichtet und stellt sich immer wieder von neuem erfolgreich den wettbewerbsinduzierten Herausforderungen in allen Bereichen, in denen sich das Unternehmen betätigt.

Zum Start im Überlandwerk nur kurze Zeit nach der Grenzöffnung wurde Grosser sogleich mit der wechselvollen und der als einmalig in Deutschland zu bezeichnenden Geschichte des Unternehmens konfrontiert. Die geschichtliche Entwicklung in Deutschland nach Ende des 2. Weltkriegs hat das in der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön tätige Stromversorgungsunternehmen voll getroffen. 1920 als Solidargemeinschaft von den Rhöner Städten und Gemeinden gegründet – schon damals wollte keiner der ehemaligen großen Regionalversorger aus rein ökonomischen Überlegungen die Rhön mit Strom versorgen – wurde der thüringische Teil des Versorgungsgebietes vom Unternehmen im Jahre 1952 netztechnisch getrennt und es konnten weder Strom von der Thüringischen Elektrizitätsliefergesellschaft bezogen noch die thüringischen Kunden beliefert werden. Nach der Grenzöffnung hat man sich dann intensiv darum bemüht, die ehemaligen Gesellschaftergemeinden und deren Bürger wieder ans Netz der ÜWR anzuschließen und versorgen zu dürfen.

Als Technischer Leiter des Unternehmens konnte Grosser die ab Mitte/Ende 1993 netztechnisch wieder möglich gemachte Versorgung des thüringischen Versorgungsgebietes aktiv mitgestalten und über die Jahre seines bisherigen Wirkens fortentwickeln. Fast alle thüringischen Gesellschafter kehrten wieder in den Kreis der vom Unternehmen versorgten Städte und Gemeinden zurück, denn sie waren zu DDR-Zeiten nie enteignet worden und immer Gesellschafter des ÜWR unter Verwaltung der ehemals in Bonn ansässigen Ausgleichsbank geblieben. Die Organisation und die Koordination der Wiederherstellung der netztechnischen Verbindungen nach Bayern und Hessen sowie die Modernisierung des Netzes nahmen ihn dabei voll in Anspruch. So konnte er mit den zum 1. Dezember 1993 übernommenen Mitarbeitern der ehemaligen SEAG und den damaligen Mitarbeitern des Netzbetriebes die Mammutaufgabe der Wiederherstellung sehr gut meistern.

Insgesamt wurden unter der technischen Leitung von Grosser und seiner bisherigen Zeit als Geschäftsführer insgesamt rund 120 Mio. Euro in die netztechnischen Anlagen des mit rund 1.200 Quadratkilometer sehr weitläufigen Versorgungsgebiets der ÜWR investiert. Das Versorgungsnetz ist damit gerüstet für die zukünftigen Anforderungen an die Versorgungsstrukturen in der Rhön und befindet sich auf einem hohen technischen Niveau. Das zeigt sich gerade auch immer wieder in wetterbedingten Ausnahmesituationen, wie zum Beispiel dem Sturm im Januar dieses Jahres. Das Störungsaufkommen gegenüber anderen Regionen war sehr gering und die im Einzelfall nicht vermeidbaren Versorgungsunterbrechungen waren im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt nur von sehr kurzer Dauer.

Nachdem die Wiederherstellung der netztechnischen Verbindung bereits nach kurzer Zeit gut vorangekommen war, stand mit der Liberalisierung des Strommarktes 1998 die nächste große Herausforderung vor der Tür, die Grosser gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsführer Hartwig Beckhaus bewältigen musste. Nun hielt in der Stromversorgung der Wettbewerb Einzug und die Kunden konnten sich frei am Markt für einen Stromlieferanten entscheiden. Das Unternehmen stellte sich erfolgreich dieser Herausforderung und Grosser konnte, mittlerweile als Mitglied der Geschäftsführung mit Einzelprokura ausgestattet, aktiv das Unternehmen auf den zunehmenden Wettbewerb im Strommarkt ausrichten.

Aufgrund seiner fachlich hervorragenden Arbeit sowie seinen menschlichen und hoch angesehenen Führungsqualitäten fiel es dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern des ÜWR leicht, Helmut Grosser ab Dezember 2001 zum Geschäftsführer des Unternehmens zu bestellen. Er folgte damit auf Hartwig Beckhaus, der nach über 38 Jahren, davon mehr als fünf Jahre als Geschäftsführer, aus Altersgründen aus dem Unternehmen ausschied.

Im Jahre 2005 wurde Grosser auch zum kaufmännischen Geschäftsführer der Bayerischen Rhöngas GmbH berufen. Er vertritt dort die Interessen der kommunalen Gesellschafter, die die Hälfte der Anteile an dem bayerischen Gasversorger in Rhön-Grabfeld halten.

Aktuell besteht eine wesentliche Aufgabe von Grosser darin, eine für das Unternehmen bedeutende Grundlage für weitere zwei Jahrzehnte neu zu vereinbaren – den Neuabschluss aller Konzessionsverträge für die Jahre 2019 – 2038 mit den Gesellschafterstädten und -gemeinden in ihrer Rolle als Konzessionsgeber. Grosser hat sich hierfür bei den Gesellschaftern mit sehr viel Engagement für die weitere Zusammenarbeit in den nächsten 20 Jahren eingesetzt in dem Bewusstsein, dass die ÜWR auch weiterhin ein verlässlicher Partner in der Stromversorgung für ihre Gesellschafter, für die Region und ihre Bewohner sowie für die regional ansässigen Unternehmen sein wird.

Neben seinen ganzen Aufgaben ist Grosser seit September 2001 für die Arbeitgebervereinigung Bayerischer Energieversorgungsunternehmen e. V. (AGV Bayern) in der Verhandlungskommission und seit Juni 2008 als Vorsitzender des Vorstandes ehrenamtlich tätig.

In einer kleinen Feier überbrachte der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Thomas Habermann im Beisein des Aufsichtsrates und zahlreicher Mitarbeiter die Glückwünsche des Unternehmens zum Jubiläum. Er würdigte mit den entsprechenden Worten die bisherige erfolgreiche Arbeit von Grosser und freut sich auf eine weitere gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihm und dem gesamten Team der Überlandwerk Rhön GmbH.

 

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